Auf dem heutigen Apple Special Event “Back to the Mac” standen neben dem neuen Betriebssystem “Mac OS X 10.7 Lion” (Auslieferung im Sommer 2011) und dem brandneuen Notebook “MacBook Air” (ab 25.10.2010 verfügbar) die neue Version von “iLife ’11″ (sofort verfügbar) im Fokus.
Die Vorstellung der neuen iLife ’11 Suite verlief unter dem Motto “das unglaubliche neue iPhoto ’11, iMovie ’11 und GarageBand ’11″. Und auch die nicht erwähnten Programme iDVD und iWeb sind wieder in Software-Paket enthalten, diese allerdings ohne nennenswerte Neuerungen. Und ich vermute, dies auch zum letzten Mal, zumindest iDVD.
Und das sind die Neuerungen im Detail:
iPhoto ’11
Die Neuerungen der Foto-Software halten sich eigentlich in Grenzen. iPhoto ’11 wurde nun endlich mit einer echten Facebook-Anbindung ausgestattet. Bilder können nun direkt aus iPhoto auf Facebook veröffentlicht werden. Die in Facebook angelegten Fotoalben können direkt in iPhoto organisiert werden. Neu ist allerdings die Idee, Ergebnisse der Gesichtserkennungs-Funktion mit der Facebook-Markierung zu Verbinden.
Zudem können Fotos nun auch direkt aus iPhoto versendet werden ohne dazu in Mail wechseln zu müssen. Für den E-Mail Versand aus iPhoto gibt es eine Reihe an schönen Vorlagen zu unterschiedlichen Anlässen. Wer allerdings ein einfaches Foto ohne viel Schnick Schnack verschicken möchte, sollte dies auf dem herkömmlichen Weg tun.
Der neue, durchgängig nutzbare Vollbildmodus ermöglicht es nun auch, auf schwarzem Hintergrund den Bildschirm komplett zu nutzen. Das ist sowohl in der Ansicht “Gesichter”, als auch in der Darstellung “Orte” möglich.
Dazu schenkt Apple der Diashow-Funktion viele neue Themen. Neu ist ebenfalls, dass die Gesichtserkennung – schon aus iPhoto ’09 bekannt – beim Rahmen und Zentrieren abgeschnittene Gesichter vermeiden soll.
Die Bestellmöglichkeit von gedruckten Fotobüchern wird nun um das Layout “Letterpress-Karten” erweitert. Dank spezieller Drucktechnik sollen diese besonders hochwertig wirken, leider immer noch sehr teuer.
iMovie ’11
In iMovie ’11 hat Apple jede Menge neue Spielereien eingebaut, die einen Film deutlich professioneller wirken lassen. Dabei wurde aus meiner Sicht daruaf geachtet, den Umgang mit der Software unnötig zu verkomplizieren. Zeitlupe, Halte-Effekt und stockender “Jump Cut” werden mit einem Klick eingebunden.
Auch hier gibt es neue Themen, unter anderem kann man durch die Einblendung von Grafiken einen filmischen Eindruck “wie im Fernsehen/Tagesschau” schaffen.
Die Audio-Bearbeitung in iLife ’09 war etwas umständlich und unübersichtlich. Diesem Thema wurde durch bessere Anzeige- und Einstell-Optionen mehr Gewicht beigemessen. Ein nettes Feature sind die neuen Sound-Effekte, damit kann man die eigene Stimme in einen tief-grollenden Baß oder in eine hohe Fistelstimme wie die von Micky Mouse verwandeln.
Interessant klingt auch die “Personensuche”, die wie bei iPhoto einmal bestimmte “Gesichter” aus einem Film heraus erkennen will. Bin gespannt, ob das klappt.
GarageBand ’11
Die GUI zum Mixen und Muxen wirkt fast unverändert, aber die wirklichen Veränderungen stecken ohnehhin “unter der Haube”. Mit Flex-Time und Groove-Anpassung bietet GarageBand ’11 Funktionen, für die man bislang Profi-Programme wie ProTools benötigte. Damit können Musik-Einspielungen korrigiert oder kreativ verändert werden.
Wie gut und automatisiert das funktioniert, wird sich zeigen. Besonders ausführlich wurde die erweiterte Lern-Funktion für Gitarre und Klavier vorgestellt: Mit dem “Score” kann der Lernfortschritt in Zahlen verfolgt werden.
iDVD und iWeb
Neuigkeiten zu den Version in iLife ’11 wurden nicht vorgestellt. Eine Blue-ray Unterstützung wird es auch hier nicht geben. Gleiches gilt für den Website-Editor auf einfachem Level, iWeb. Die Funkionen sehen alle aus, als stammen sie ausnahmslos aus iLife ‘09.
Aus der Praxis:
Und weil das alles so trocken war, hier noch erste (aber nicht ernst zu nehmende) Tests mit iMovie ’11. Die Installation hat übrigens ca 45 Minuten gedauert:












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